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Warnstreik Sozial- und Erziehungsdienste am 8.3.

Öffentlicher Dienst

Warnstreik Sozial- und Erziehungsdienste am 8.3.

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Internationaler Frauentag am 8. März 2023:

„Jetzt erst Recht“ – Aktionstag der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst – Am gleichen Tag Warnstreiks im öffentlichen Dienst.

Dortmund, 06.03.2023

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft am Internationalen Frauentag (8. März 2023) die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst zu einem bundesweiten Branchen-streik- und Aktionstag auf. Dabei wird es in NRW zu flächendeckenden Warnstreiks in kommunalen Einrichtungen und Dienststellen des Sozial- und Erziehungsdienst kommen. 

Konkret aufgerufen werden im ver.di-Bezirk Westfalen die Jugendämter, Jugendhilfedienste und Sozial- und Erziehungseinrichtungen (Kindergärten) der Städte, Bergkamen, Bönen, Castrop-Rauxel, Fröndenberg, Hamm (inkl. Heilpädagogisches Kinderheim), Lünen, Kamen, Schwerte, Selm, des Kreises und der Stadt Unna, sowie die Einrichtungen und Dienststellen aller kreisangehörigen Kommunen des Kreises Soest und des Hochsauerlandkreises.

Zudem die der Stadt Dortmund (inkl. Fabido), sowie der Kita des Studierendenwerkes Dortmund, die der LWL-Klinik und des LWL-Wohnverbundes in Dortmund.

„Der internationale Frauentag steht seit über 100 Jahren dafür, Gleichberechtigung und eine faire Bezahlung von Frauen durchzusetzen. Gerade in der Sozialen Arbeit, in der nach wie vor überwiegend Frauen arbeiten, zeigt sich bis heute, dass wir in der Auseinandersetzung um die faire Bezahlung von Frauen in dieser Gesellschaft noch nicht am Ende angekommen sind“, so Andrea Becker, Landesbezirksfachbereichsleiterin. 

Die Soziale Arbeit ist mit 83 Prozent eine Branche, in der überwiegend Frauen arbeiten, beispielsweise in Kindertageseinrichtungen, Jugendämtern und Beratungsstellen. Dabei sind die Arbeitsbedingungen häufig prekär. Ob in Teilzeit und/oder als befristet Beschäftigte, spüren Frauen die Folgen der aktuellen Krisen am deutlichsten. Zudem mangelt es vielfach an finanzieller Anerkennung für die Arbeit in den sozialen Berufen. 

„Das Angebot der Arbeitgeber ist ein Affront an die Beschäftigten in der Sozialen Arbeit, die regelmäßig trotz und wegen hoher Krankenstände, Fachkräftemangel oder personeller Unterbesetzung, an die Grenze ihrer persönlichen Belastung gehen“, so Becker weiter. 

In den Tarifverhandlungen für die mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen wurde der Forderung von ver.di nach 10,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, erneut eine klare Absage erteilt – trotz steigender Preise, hoher Inflation und großer Personallücken, gerade auch in der Sozialen Arbeit. 

In Nordrhein-Westfalen finden an diesem Tag in über 15 Städten Kundgebungen und Aktionen im Rahmen der Warnstreiks statt, zu denen mehrere tausend Teilnehmer*innen erwartet werden. 

Mehr dazu bei ver.di hier...

Zum Ablauf in Dortmund (aktualisiert): Geplant sind zwei Demonstrationen durch die Stadt.

  • Demo 1: 9 Uhr Treffen Parkplatz Remydamm (Externe Anreise per Bus) Demozug zum Platz der Alten Synagoge
  • Demo 2: 9-10 Uhr Treffen Platz der Alten Synagoge (Dortmund + Anreise ÖPNV). Anschl. gem. Demozug zum Friedensplatz. Abschlusskundgebung ab ca. 12 Uhr.

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