Fachbereich 13: Besondere Dienstleistungen

Streikauftakt: LEG Konzern verweigert trotz hoher Gewinne Aufnahme …

TSP / LEG

Streikauftakt: LEG Konzern verweigert trotz hoher Gewinne Aufnahme von Tarifverhandlungen für Tochter TSP

Steik ver.di Streik

Morgen (6.11.) treten erstmalig Beschäftigte der Handwerkergesellschaft im LEG Konzern am Standort Ost (Dortmund) in den Streik. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatte bereits im Juni 2020 die Geschäftsführung der in 2017 gegründeten Gesellschaft TSP (Technik Service Plus), einer Tochtergesellschaft im LEG Konzern, zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Die Gewerkschaft kritisiert die fehlende Gesprächsbereitschaft sowie die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber zur Aufnahme von Tarifverhandlungen. Mit dem morgigen Streikauftakt soll nun der Druck erhöht werden.

Was sonst durch den im LEG bestehenden Haustarifvertrag für die meisten Beschäftigten im Konzern geregelt sei, wie beispielsweise regelmäßige Lohnerhöhungen, solle den Beschäftigten in der TSP verweigert werden. Seit Bestehen der TSP gäbe es unregelmäßige freiwillige Leistungen des Arbeitgebers, aber keine kontinuierliche Entwicklung der Löhne. „Es ist unanständig, dass ein börsennotierter Konzern, der seit Jahren Rekordgewinne zu vermelden hat, dieser Beschäftigtengruppe einen Tarifvertrag und damit regelmäßige Lohnerhöhungen verweigert. Es ist außerdem nicht nachvollziehbar, dass die auf dem Arbeitsmarkt sehr stark nachgefragte Berufsgruppe der Handwerker, die im direkten Kontakt sehr viel für das Wohl der LEG Vermieter tut, so stiefmütterlich im Konzern behandelt wird“, erklärte Andrea Becker, Fachbereichsleiterin Besondere Dienstleistungen im ver.di-Landesbezirk NRW.

Im Jahr 2019 konnte der Gewinn des Konzerns im Jahresvergleich um 7,1 Prozent auf 341,3 Millionen Euro gesteigert werden. Für 2020 werden noch höhere Gewinne erwartet. Die TSP ist eine Gesellschaft mit über 400 Beschäftigten, die überwiegend in den Gewerken Maler, Elektriker, Tischler, Dachdecker sowie Heizung und Sanitär tätig sind.

Benedikt Frank, zuständiger Gewerkschaftssekretär für die TSP ergänzte: „Die Beschäftigten sind wütend darüber, dass sie zwar mit einem Dienstauto der LEG zu den Mietern fahren, auf dem Kontoauszug aber nichts von der LEG zu sehen ist. Der morgige Freitag ist deshalb der Auftakt einer geplanten Streikwelle, mit der wir die Geschäftsführung der TSP an den Verhandlungstisch bringen wollen.“

Hinweis für die Redaktionen:

Am 6.11.2020 werden sich die Streikenden ab 8.00 Uhr unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen und in Absprache mit den Behörden am Vorplatz des Hauptbahnhofs Dortmund, Nordseite, Paul.-Winzen-Str./Ecke Quadbeckstraße) zu einer Streikversammlung treffen. Mehr...

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