Seniorinnen & Senioren

Neue Ausgabe: Senioren-Magazin

Nr. 38 | Dez. 2020

Neue Ausgabe: Senioren-Magazin

Senioren-Magazin ver.di Senioren-Magazin

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu und wir blicken zurück auf ein Jahr, geprägt durch die Corona-Pandemie, welche die Wirtschaft und auch unser aller Alltag beeinflusst hat. Auf vieles, was bisher selbstverständlich war, mussten wir verzichten und unser Verhalten der Pandemie anpassen. Viele der Vorhaben und Bildungsfahrten unserer Seniorengruppen konnten wir nicht durchführen. Das ist schade, war aber nicht zu ändern und sicherlich auch in eurem Sinne, denn für uns stand und steht der Gesundheitsschutz an erster Stelle.

Wichtig ist nun, dass wir gemeinsam und unter Beachtung der geltenden Regeln die Pandemiezeit gut überstehen. Gerne hätten wir schon jetzt über unsere Vorhaben an Veranstaltungen, Treffen und Bildungsfahrten informiert, doch die aktuelle Entwicklung lässt noch keine längerfristige Planung zu. Wir wollen aber an un seren regelmäßigen Treffen weiter festhalten und werden entsprechend informieren, wenn wir diese wieder durchführen können. Die Informationen werden wir auch auf unserer Internetseite veröffentlichen.

Ausgabe Nr. 38 unseres Senioren-Magazins

Weihnachten, ein Fest des Lichtes, der Hoffnung und der Gemeinschaft, ist auch eine Zeit, im sonst oft so geschäftigen Alltag einmal innezuhalten und unseren Lieben und auch uns selbst Aufmerksamkeit und Zeit zu schenken. Ich wünsche Euch und Euren Familien eine schöne und besinnliche Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und für das kommende Jahr 2021 alles Gute, vor allen Dingen aber bleibt oder werdet gesund. Das wünsche ich Euch im Namen der ver.di-Seniorenvorstände.

Agnes Hein. Vorsitzende der SeniorInnen

Pflege in Deutschland und in Nordrhein-Westfalen

Wie steht es um die stationäre und ambulante Pflege aktuell?

Fazit, sie ist reformbedürftig. Gute Pflege braucht ihre Zeit und sie braucht professionell Pflegende, die in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen, um auf die Sorgen und Nöte, die Krankheiten und Gebrechen der pflegebedürftigen Menschen eingehen zu können. Pflege muss allen Menschen, die auf sie angewiesen sind, entsprechend ihres Bedarfs zur Verfügung stehen. Sie muss für die zu Pflegenden bezahlbar sein. Doch unser System der Pflege zeigt noch viele Schwächen und Risiken und es bedarf einiger grundlegender Strukturveränderungen.

Wie human eine Gesellschaft ist, lässt sich an ihrem Umgang mit den Alten, Schwachen, Behinderten und Kranken am besten erkennen. Dieser Gedanke ist in der öffentlichen Debatte häufig zu hören und auch Anspruch der Pflegenden. Entsprechend groß ist vielerorts das Lob, das den Pflegenden gezollt wird. Doch nicht immer können die Pflegenden auch ihrem An spruch gerecht werden, da Zeitdruck und Arbeitshetzte ihren Tagesablauf bestimmen. Vielfach steht nicht genügend Personal zur Verfügung um allen Anforderungen gerecht zu werden. Und in der CoronaPandemie, verbunden mit erheblichen Einschränkungen, belasten Isolation und verringerte Besuchsmöglichkeiten die Menschen.

Der überwiegende Teil der Seniorinnen und Senioren lebt zu Hause, mit Partnerin oder Partner, allein oder im Familienverbund, mit und ohne Unterstützungsbedarf durch einen Pflegedienst. Doch die Angst die Partnerin oder den Partner auch finanziell zu stark zu belasten, wenn externe Hilfe erforderlich oder stationäre Pflege notwendig wird, ist nicht zu unterschätzen. Schließlich ist die Pflegeversicherung nur als Teilkaskoversicherung ausgestaltet und fast immer sind Zuzahlungen erforderlich, die mit dem eigenen Einkommen nicht mehr finanzierbar sind. ... Dazu und noch viel mehr...

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